Naturnahes Gewerbegebiet
Fläche: 132.663 m². Im Auftrag der Walter RIII GmbH & Co. KG, des Bauamts Ingolstadt sowie des Marktes Reichertshofen übernahm WipflerPLAN die Planung für ein "naturnahes Gewerbegebiet". Unterstützt wurde das Projekt von den Naturgartenplanern Dr. Reinhard Witt (Die Naturgartenplaner) und David Seifert (Naturgartenexperten).
Die gesamten öffentlichen Flächen der Marktgemeinde Reichertshofen wurden naturnah gestaltet. Ein Bachlauf, der das Gelände quert, wurde im Zuge der Umsetzung aufgeweitet, sodass bei schwankendem Wasserstand mehr Dynamik im Flussbett möglich ist.
Im Zuge der Erschließung und des Baus werden alle öffentlichen Freiflächen naturnah gestaltet und umgesetzt. Dazu kommen im Bebauungsplan verschiedene Auflagen für die Grundstücksbesitzer (Firmeninhaber), damit ihre Flächen auch tatsächlich naturnah werden. Damit die Auflagen, Anforderungen und Möglichkeiten verstanden und umgesetzt werden können, wurde ein Kriterienkatalog für die naturnahe Gestaltung erstellt. Dieser Katalog zeigt die möglichen Module, vergibt Punkte für eine ökologische Gestaltung der Außenanlagen von Firmenflächen und dient als Bewertungskriterium. Mit diesem kann jeder Grundstückseigner die Ökologie seiner naturnahen Elemente selbst bestimmen. In der Auswertung muss minimale Punktzahl erreicht werden, damit die Abnahme erfolgt und die zuvor hinterlegte Kaution zurückbezahlt wird. Im Grunde eine Win-Win-Situation, die beraterisch von den Naturgarten-Experten begleitet wird.
Mehr erfahren: https://wipflerplan.de/naturnahes-gewerbegebiet-oestlich-der-a9
Foto-Credit: "Ödlandschrecke" ©entomart: http://www.entomart.be/listetotale.html
Auf dem Areal wurden bereits erfolgreich einige einheimische Arten wie die "Zauneidechse" oder die "Blauflügelige Ödlandschrecke" nachgewiesen. Durch die Anlage artenreicher Wildblumenwiesen werden sich über die Jahre noch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten hier ansiedeln.
- naturnahes öffentliches Grün: ca. 25%
- naturnahe Firmenflächen: ca. 15%
- naturnaher Anteil insgesamt (ohne Biodiversitätsdächer): ca. 40%